LveScore

Fragen und Antworten

Was auf dem Platz gefragt wird 

Kurz beantwortet, mit den Formeln, die L1vescore rechnet. Jede Antwort hat einen eigenen Link.

Regeln & Zählweisen

Die Fragen, die auf dem Platz wirklich gestellt werden — und die Formeln, mit denen L1vescore rechnet.

Beim Stableford zählst du Punkte pro Loch statt Schläge über die ganze Runde. Für ein Netto-Par gibt es 2 Punkte, für jeden Schlag besser einen mehr, für jeden Schlag schlechter einen weniger — unter null geht es nicht.

Die Formel dahinter ist: Punkte = 2 + (Par − Netto-Schläge), mindestens 0. Netto heißt, dass zuerst die Vorgabenschläge vom Loch abgezogen werden.

Der Sinn des Formats: ein verkorkstes Loch kostet dich höchstens die zwei Punkte, die ein Par gebracht hätte. Eine 9 am Par 4 tut im Zählspiel fünf Schläge weh, im Stableford nichts über die 0 hinaus. Deshalb ist Stableford das Format für Runden, in denen jemand ein Loch verhaut — und für Jahreswertungen über viele Runden.

Ergebnis (netto)Punkte
Doppelbogey oder schlechter0
Bogey1
Par2
Birdie3
Eagle4
Albatros5

Deine Spielvorgabe wird über den Stroke Index verteilt, nicht gleichmäßig über die Runde. Jedes Loch trägt einen Stroke Index von 1 (schwerstes) bis 18 (leichtestes).

Die Regel: abgerundet Spielvorgabe ÷ 18 Schläge auf jedem Loch, plus einen zusätzlichen auf den schwersten Löchern — so viele, wie der Rest der Division ergibt.

Bei Spielvorgabe 7 bekommst du also je einen Schlag auf den Löchern mit Stroke Index 1 bis 7 und sonst keinen. Bei 18 genau einen Schlag auf jedem Loch. Bei 22 einen überall und einen zweiten auf Stroke Index 1 bis 4.

Wichtig bei 9-Loch-Runden: geteilt wird immer durch 18, nie durch die Zahl der gespielten Löcher. Sonst bekämst du auf neun Löchern die volle Vorgabe — doppelt so viel, wie dir zusteht.

Brutto ist die rohe Zahl auf der Scorekarte, Netto dieselbe Runde nach Abzug deiner Vorgabenschläge.

Brutto sagt, wer am besten Golf gespielt hat. Netto sagt, wer gemessen an seinem Handicap am besten gespielt hat — und macht damit Spieler vergleichbar, die zwanzig Schläge auseinanderliegen. Deshalb hat fast jedes Turnier beide Wertungen.

Der Stroke Index ist die Schwierigkeits-Rangfolge der Löcher, von 1 bis 18. Er sagt nicht, wie lang ein Loch ist, sondern auf welchen Löchern ein schwächerer Spieler seine Vorgabenschläge am dringendsten braucht.

Mit der Spielreihenfolge hat er nichts zu tun — Loch 1 ist selten Stroke Index 1. Üblicherweise werden die Indizes so vergeben, dass sie sich gleichmäßig über beide Neun verteilen.

Bei beiden spielt jeder seinen eigenen Ball bis ins Loch. Der Unterschied ist, was davon in die Wertung geht.

Beim Bestball zählt pro Loch nur das beste Ergebnis im Team — ein schlechtes Loch des einen wird vom guten des anderen aufgefangen. Beim Aggregat werden die Schläge beider addiert, und entsprechend zählt auch das Par doppelt.

Bestball verzeiht, Aggregat nicht. Wenn die Handicaps im Team weit auseinanderliegen, ist Bestball das freundlichere Format.

Ein Nassau ist keine Zählweise, sondern eine Wette: die Runde wird in drei Teilwetten aufgeteilt — erste Neun, zweite Neun und die ganzen achtzehn Löcher.

In der britischen Variante zählt die Achtzehn doppelt, dann sind es vier Einsätze. Der Reiz liegt darin, dass die zweite Neun noch etwas wert ist, wenn die erste längst gelaufen ist.

Beim Skins Game wird jedes Loch einzeln um einen Einsatz gespielt, und das niedrigste Ergebnis gewinnt ihn.

Entscheidend ist die Teilungsregel: teilen sich zwei oder mehr Spieler das beste Ergebnis, bekommt niemand etwas. Der Einsatz wandert aufs nächste Loch und wird dort mitgespielt. Nach ein paar geteilten Löchern liegt entsprechend viel im Pot.

Handicap & Vorgabe

Warum dieselbe Spielstärke auf zwei Plätzen zwei verschiedene Zahlen ergibt.

Der Handicap-Index ist deine Spielstärke als eine Zahl, unabhängig vom Platz. Die Spielvorgabe ist daraus errechnet und sagt, wie viele Schläge du auf diesem Platz, von diesem Abschlag bekommst.

Ein schwerer Platz gibt dir mehr Schläge als ein leichter — dafür sorgen Course Rating und Slope. Deshalb ist deine Spielvorgabe auf zwei verschiedenen Plätzen selten dieselbe Zahl.

Ein Spieler, der besser als Scratch (0) ist, hat ein Plus-Handicap. Gesprochen heißt das „plus zwei", geschrieben wird es −2.

Diese Spieler bekommen keine Vorgabenschläge, sie geben welche ab: auf den leichtesten Löchern kommt ein Schlag dazu, statt dass einer abgezogen wird.

Statistik-Begriffe

FIR, GIR, Putts pro GIR — die Kürzel, in denen die App ihre Auswertungen spricht, einmal sauber definiert.

FIR steht für Fairway in Regulation: Der Abschlag landet auf dem Fairway. Gezählt wird nur auf Par 4 und Par 5 — ein Par 3 hat kein Fairway, das man in Regulation treffen könnte.

Die FIR-Quote ist der Anteil dieser Löcher, auf denen das gelungen ist. Sie sagt, wie verlässlich das lange Spiel vom Tee ist.

Ein Grün in Regulation ist erreicht, wenn du mit Par minus zwei Schlägen oder weniger auf dem Grün liegst — am Par 3 mit dem ersten, am Par 4 mit dem zweiten, am Par 5 mit dem dritten Schlag. So bleiben rechnerisch zwei Putts für das Par.

Die zwei Schläge Abzug stehen für die zwei Putts, die als Norm gelten. L1vescore berechnet die Regulation aus Schlägen minus Putts: Wer ein Par 4 erst mit dem vierten Schlag aufs Grün bringt, hat das Grün getroffen, aber nicht in Regulation.

Zur Einordnung: auf der PGA Tour liegt die Quote bei rund 67 Prozent, bei einem Handicap um 20 eher bei 16 Prozent.

Putts pro GIR ist der Putt-Schnitt auf den Grüns, die in Regulation getroffen wurden. Das ist die ehrliche Putt-Zahl: Ein Chip, der nah an die Fahne rollt und einen Ein-Putt hinterlässt, schönt sie nicht.

Zum Vergleich: Die Tour liegt hier um 1,75. Wer deutlich über 2 liegt, verliert seine Schläge auf dem Grün, nicht auf dem Weg dorthin.

Ein Up & Down heißt: Grün in Regulation verfehlt und das Loch trotzdem mit Par oder besser beendet — typischerweise Chip und ein Putt.

Gezählt wird als Quote über alle Löcher, auf denen du das Grün verfehlt hast. Sie misst kurzes Spiel und Putten zusammen und ist die Kennzahl, die Handicap-Klassen am deutlichsten trennt. Löcher ohne erfasste Putts zählen nicht mit, weil sich ohne sie die Regulation nicht berechnen lässt.

Der Tour-Schnitt liegt bei etwa 61 Prozent.

Der Putt-Schnitt auf den Löchern, auf denen das Grün in Regulation verfehlt wurde. Hier zeigt sich das kurze Spiel: Ein guter Chip macht daraus einen Putt, ein schwacher zwei.

Liegt dieser Wert nahe an den Putts pro GIR, rettet das kurze Spiel nichts — die Annäherungen ans Grün landen zu weit weg von der Fahne.

Runde starten?

L1vescore rechnet all das während der Runde mit: Netto und Brutto, Stableford, Vorgabeschläge je Loch, und zeigt das Leaderboard live. Zählspiel und 4/2/0 sind für immer kostenlos.